Rückblick

Budopädagogik mit Menschen mit Behinderung im CJD

Im Dezember stellten sich 5 Bewohner der Kinder und Jugendwohnstätte in Hoppenrade gemeinsam ihren Prüfungen in der Budopädagogik. Alle waren sehr aufgeregt und freuten sich über eine gemeinsame Übungseinheit. Während des letzten halben Jahres wurde sich einmal pro Woche in kleinen Gruppen mit je 2 – 4 Teilnehmern auf die Prüfung vorbereitet.

Workshop für Mitarbeiter beim CJD

Unter budopädagogischer Anleitung setzen sich im Januar zwei Mitarbeiterinnen der Kinder- und Jugendwohnstätte in Hoppenrade mit dem Thema „Worte sind Schwerter“ auseinander.

Im fachlichen Austausch des Jahrestreffens erarbeiteten sich die anwesenden Budopädagog/innen, wichtige Formulierungen, die das eigene Verständnis für die budopädagogische Arbeit schärfen und für die werbende Tätigkeit beim Auftraggeber wappnen.

Budopädagogik-Ausbildung in Schweden

Unter der Leitung der Budopädagogik-Instruktoren (Sebastian Grams und Dr. Wolters) und mit Unterstützung der Budopädagogen Sandra Böttcher (angehende BP-Master) und Helge Grosch (aus Dänemark) wurden eine Woche lang in Schweden Kursteilnehmer aus Deutschland und Österreich in viel Budo-, Psychologie- und Bewegungspädagogik-Theorie und schweißtreibender Übungspraxis ausgebildet.

Intensiv wurden die Wesenselemente des Budo (Bu, Do, Dojo, Reigi, Shitei, Zen) und die Wirkprinzipien (Issho, Onmyodo, Mitsutomoe, 4-Elemente und 5-Wandlungsphasen) in der methodisch-didaktischen Übertragung in pädagogisch-therapeutische Unterrichtskonzeptionen erarbeitet. Dabei gabs wie immer viele Zen-Übungen wie Zazen (Sitzmeditation), mit Kinhin (Gehmeditation), Tai Chi, Zen-Bogenschießen (Yumi-Ya-Kata), Schwertform (Bokken-No-Sho) und exemplarische Yin-Yang-Kata (Ju-Go-Sho) sowie Samu (meditative Arbeit). Viele erlebnispädagogische Spiele und Partnerübungen rundeten das Programm ab.

Es gab bei aller Arbeit und Training zudem Lagerfeuer, Ausflüge, gemeinsames Kochen und Grillen und die ein oder andere Dojo- und Gartenarbeit (Soji).

Lehrerteam: Böttcher, Grams, Wolters, Grosch

Einige Teilnehmer beim Tai Chi

Stimmen der Teilnehmer:

„Viel Input“,
„Intensive neue Erfahrungen“,
„Sehr motivierend“,
„Beste Organisation“,
„Superschöner Ort“,
„Strenge und wertschätzende Leitung“,
„Hochkompetente Vorbilder“…

Titelthema: Budopädagogik – Friedvolle KriegerInnen –

ein Fachartikel der Budopädagogin S. Böttcher, Berlin, in EINBLICK

Am 26.11. 2020 ist ein Fachartikel der Budopädagogin S. Böttcher in der Zeitschrift Einblick – Magazin des CJD Berlin-Brandenburg erschienen.

Budo-Fortbildungsseminar in Schweden (Oktober 2020)

Vom 03.10.- 11.10.2020 fand im idyllischen Öljeholm, Schweden, ein Budoseminar unter der Leitung von Sensei Dr. Jörg- M. Wolters, Begründer und Ausbildungsleiter Budopädagogik,  statt. Zentrales Thema der Woche waren die 7 (Samurai-)Budo-Tugenden Yu (Mut), Jin (Menschlichkeit), Rei (Etikette), Makoto (Wahrhaftigkeit), Meiyo (Ehrbewusstsein), Gi (Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit) und Chu (Loyalität, Pflichtgefühl). Um die Tugenden sinnbildlich und real wachsen zu lassen und stärker mit dem Ort (Ausbildungsstätte des Institut für Budopädagogik und -therapie, IfBP) zu verbinden, pflanzte jeder der Teilnehmer eine Lärche, die die jeweilige Tugend repräsentiert. In den ernsten Theorie-Gesprächen am Kamin und am Lagerfeuer besprachen und diskutierten wir die 7 Tugenden und was sie bedeuteten und wie man sie budopädagogisch nutzen und einsetzen kann.

Wir übten uns jeden Tag in ZaZen. Nach dem teilweise in Stille und schweigend eingenommenen Frühstück meditierten wir draußen auf der Übungswiese, unter einem Ahornbaum, oder klassisch im Dojo. Ergänzt wurde die Sitzmeditation durch meditatives Bogenschießen und einer Bogenkata.

Im praktischen Teil lernten wir eine Kata mit Wechsel zwischen Yin und Yang-Elementen. Neben dieser Kata übten wir täglich Bogenschießen und Tai Chi. Ein Highlight war der  Ausflug zu einer alten Kirchenruine im Wald in Älmeboda. Während der Tai Chi-Übungen konnte man den Arbeits- und Corona-Stress der letzten Wochen vergessen und voll und ganz die Natur genießen.

Für mich war es eine super Weiterbildung. Ich durfte erfahren wie es ist, in der Budogemeinschaft aufgenommen zu werden und was es bedeutet, ein Dojo zu sein.

Nun heißt es, alles Gelernte zu verarbeiten und dann anzuwenden.

Die Budopädagogik-Lehrgangsleiter S. Grams (Instructor, Budotherapeut), Textverfasserin S. Böttcher (Budopädagogin), H. Grosch aus Dänemark (Budopädagoge) und Chefausbilder Dr. Wolters Sensei (Leiter des IfBP)